BACKBONE #004 – Fahir Veladzic über ChipsConnect, Peer-to-Peer & neue Wege im Bauteilmarkt
(0:00 - 0:05)
Ja, Fahir, freut mich. Lass uns zum Start, bevor wir reingehen. Stell dich kurz vor, sag ein paar Worte zu dir.
(0:06 - 0:25)
Ja, schön auch hier zu sein. Vielen Dank für die Einladung. Mein Name ist Fahir Velazic.
Ich bin Gründer und CEO der Firma ChipsConnect. Ja, so viel kurz zu meiner Person. Ja, Fahir, wie kam so die Idee auf, dein Unternehmen ChipsConnect zu gründen? Warst du einfach mal so ein bisschen reingucken? Ich bin ganz neugierig.
(0:25 - 0:50)
Vielen Dank für die Frage. Klar, ich meine wieder das Thema Allokation 2021, 2023 und die Erkenntnis, dass die Allokationen, die davor stattgefunden haben, das Unternehmen wenig daraus gelernt haben. Das heißt, wir sind dann in der Allokationsphase, haben wir die Extreme aufgrund der Länge der Allokation und aufgrund der Ausprägung, haben wir die größten Auswirkungen erlebt.
(0:50 - 2:04)
Und irgendwo daraus und aufgrund der Nachwehen und der Ereignisse, die da stattgefunden haben, war für mich die große Frage, warum kooperieren die Unternehmen nicht miteinander? Also nicht nur, dass man sagt, man redet innerhalb der Unternehmen mit dem Kunden zu reden, aber auch die Möglichkeit zu nutzen und zu sagen, genau in diesen Zeiten auch vielleicht mit dem Marktbegleiter, Mitbewerbern, anderen Unternehmen in der Elektronikbranche mit sich auszutauschen, um diese Ereignisse vielleicht nicht komplett zu vermeiden, aber einfach um diese Auswirkungen ein bisschen besser abzufedern. Klar, es geht auch so ein bisschen in die Richtung, was man so kennt von Peer-to-Peer, so dieser direkte Kontakt, auch da bei der Bauteilvermittlung, wenn ich es richtig verstanden habe. Richtig, absolut richtig.
Es geht wirklich um das Thema transparente Peer-to-Peer-Verbindung der OEM- und EMS-Unternehmen. Also exklusiv diese Unternehmen in der Elektronikindustrie direkt miteinander zu verbinden, ohne dubiose Unternehmen, ohne irgendwelche Zwischenhändler in diese Entscheidung einfließen zu lassen, sondern wirklich pure transparente Kommunikation, ohne versteckte Informationen, ohne versteckte Gebühren in dieser ganzen Konstellation. Das war mir sehr wichtig.
(2:05 - 2:41)
Das führt perfekt zu meiner nächsten Frage. Was ist so der Unterschied zwischen SchutzConnect und Brokern, die jetzt freie Marktteile anbieten? Ja, vielen Dank. Da legen wir sehr großen Wert, dass wir sagen, jeder hat eine Daseinsberechtigung.
Ob Hersteller, Distributoren, Broker, unabhängige Distributoren, egal wie. Unser Hauptansatz war, dass wir sagen, direkter Peer-to-Peer-Austausch, transparent, ohne versteckte Gebühren oder jedwellige anderer dubiose Unternehmen, die normalerweise dieses ganze Thema, auch Broker, sehr in den Verruf gebracht haben. Das war uns sehr wichtig und das bleibt uns auch sehr wichtig.
(2:41 - 2:55)
Vielleicht auch gleich eine direkte Rückfrage. Wie ist es bei euch? Nehmt ihr da eine Kommission für dieses Vermitteln von dem Kontakt? Viele haben da ja eine prozentuale Beteiligung im Brokergeschäft. Ich hätte mich interessiert, wie ihr das macht.
(2:55 - 3:09)
Also, wie gesagt, keine Transaktionsgebühren. Das war von Anfang an klar. Auch in den vielen Gesprächen mit unseren Kunden, OEM und EMS-Partnern, den Pilotkunden, da war immer die klare Anforderung, keine versteckten Gebühren oder Transaktionskosten.
(3:10 - 3:24)
Unser Geschäftsmodell basiert darauf, dass wir einen jährlichen Mitgliedsbeitrag haben. Das ist es. Keine weiteren Kosten müssen die Unternehmen, ob Käufer oder Verkäufer, irgendwo befürchten.
(3:25 - 3:45)
Sehr, sehr spannend. Vielleicht mal ganz konkret nachgefragt. Wie funktioniert das Matching bei euch in der Software zwischen den OEMs und den EMS? Der Austausch findet zwischen OEM, EMS und EMS in alle Richtungen statt.
(3:45 - 4:16)
Das Matching funktioniert sehr einfach. Die Überhangliste digital hochladen oder über die API-Schnittstelle aktualisieren und in diesem Moment können schon andere Unternehmen sehen, ob der eigene Bedarf durch anderen über Bestand gedeckt werden kann. Wir haben hierzu auch sehr gute dynamische Suchalgorithmen, die durch unterschiedliche Filtersysteme und so weiter auch noch mal das Ergebnis besser.
(4:17 - 4:35)
Wir haben hierzu auch sehr gute Filtermöglichkeiten, um das Ergebnis noch mal optimierter für den Suchenden darzustellen. Superspannend. Was mich da auch mal interessieren würde, so direkt der Nachfrage.
(4:36 - 5:15)
Ich denke, ihr matcht ja anhand der NPN, die jetzt eine hochlädt und andere nicht. Es kann ja sein, der eine hat jetzt vielleicht die Stange, die ihr verkauft und der andere sucht Tape & Reel. Wie tut ihr solche Themen miteinander verheiraten? Das ist ein sehr gutes Thema.
Für uns ist die zentrale Suche die NPN. Das heißt, derjenige, der das sucht, dem wird das Ergebnis noch mal dargestellt in prozentueller und farblicher Übereinstimmung. Das heißt, in dem Moment trifft das Ergebnis hundertprozentig meine Suche oder muss ich mir das Ganze noch detaillierter ansehen und durch weitere Filter noch mal das Ergebnis besser darstellen.
(5:16 - 5:22)
Vollkommen richtig, ja. Spannend. Kann ich mir vorstellen, 80%, 100% Passung, 70% und je nachdem.
(5:22 - 5:31)
Ist vielleicht nur so ein Teilbereich von der NPN passend oder vielleicht die exakte Match? Genau, perfekt. Genau so sieht es auch aus. Funktioniert einwandfrei.
(5:31 - 6:13)
Also die Unternehmen sind sehr zufrieden. Ist klar, die Basis und die weiteren Entwicklungen werden genau noch mal mehr in diese Usability und bessere Übersichtlichkeiten gehen. Vielleicht auch noch mal eine Nachfrage.
Warum ist für euch da Transparenz so wichtig oder vielleicht auch der Schlüssel zum Erfolg? Wie du schon eingangs erwähnt hast, es gibt unterschiedliche Plattformen, unterschiedliche Geschäftsmodelle und so weiter. Uns war es wirklich wichtig, dass wir hergehen und sagen, durch Transparenz, vollständige hundertprozentige Transparenz, Lösungen aus der Elektronikindustrie für die Elektronikindustrie anzubieten. Und das funktioniert nur durch Vertrauen zwischen den Partnern und durch die hundertprozentige Transparenz.
(6:13 - 6:45)
Kann ich gut verstehen. Vielleicht auch noch mal eine Rückfrage. Ist es dann so, dass man direkt erkennt, wer die 2000 Stück zum Beispiel anbietet oder kommt es aus dem Nachgang? Das sieht man direkt, oder? Ja, das sieht man sofort.
Das ist ja auch das Thema Transparenz. Man sieht auf den ersten Blick sofort, wer hinter dem Angebot steht. Und das auch noch mal zu diesem Vertrauen und dieser Transparenz und die Unternehmen auch zu animieren, sich miteinander auszutauschen.
(6:45 - 7:00)
Man hat immer die Sicherheit und weiß sofort, wer der Verkäufer ist. Und sobald der Käufer anfragt, weiß auch der Verkäufer, also weiß beide sofort Bescheid, wer hinter dem jeweiligen steht. Also da ist kein Vorhang zwischen, man sieht sofort mit wem das zu tun hat.
(7:00 - 7:40)
Kann ich mir gut vorstellen. Lass uns da vielleicht auch gleich noch mal so reingehen. Wie ist es dann, wenn man auf die Transaktionen schaut? Hast du da so einen Daumenwert? Wie viele Transaktionen, wie viele ihr schon zusammengebracht habt? Eine Zahl habe ich nicht.
Für mich ist es, wie eingangs erwähnt, wichtig, dass die Unternehmen miteinander kommunizieren. Und ich mische mich da auch nicht ein. Ich verfolge schon bei der Suche, wie gerade die Tendenzen usw.
sind. Aber das ist ein absolutes Thema, das ich dann sage, das bleibt zwischen den Unternehmen stehen. Okay, du stellst nur den Kontakt her, aber mehr bist du nicht involviert.
(7:40 - 8:03)
Ganz genau. Ich stelle den Kontakt her und versuche den Unternehmen wirklich Workflows und Tools zur Verfügung zu stellen, die meiner Meinung nach, aus meiner Erfahrung aus dem Einkauf und aus den ganzen Kooperationen, Rückfragen und den Entwicklungsthemen, die wir durchgeführt haben, die genau für diese Unternehmen auch passend sind. Und wenn die Unternehmen das nutzen, ist es dann ein absoluter Erfolg für ChipsConnection, finde ich.
(8:03 - 8:37)
Lass uns da gleich nochmal so ein bisschen reingehen. Habt ihr auch schon andere Funktionen, außer dieses Peer-to-Peer-Matching in ChipsConnect integriert? Ja, auf jeden Fall. ChipsConnect ist ja modular aufgebaut.
Das heißt, das Basismodul ist ja die Grundfunktion von ChipsConnect, also Bauteil-Austausch. Darauf aufbauend, aufgrund der vielen Rückfragen und vielen Gesprächen mit den Unternehmen, haben wir das QC-Modul entwickelt. Wo es darum geht zu sagen, man kennt sich, es ist kein Vorhang irgendwo zwischen den Unternehmen, aber es gibt immer wieder das Thema Lagerung, De-Code-Beschränkungen und, und, und, und.
(8:37 - 9:08)
Und in Kooperation mit Whitehouse Labs haben wir das Quality-Control-Modul entwickelt, wo die Unternehmen dann die Ware, bevor sie zum Käufer überhaupt gelangt, die Ware über einen dritten unabhängigen Prüflabor geprüft wird und erst wenn die Ware für in Ordnung befunden wird, die erst zum Käufer geht. Andernfalls geht sie zurück. Es soll auch nochmal eine gewisse Transparenz und Verlässlichkeit auf ChipsConnect hinzufügen.
(9:08 - 9:42)
Dann natürlich auch das Thema, viele Bauteile, viele Baugruppen liegen ja brach in den Lägern herum, verstauben. Dann war natürlich auch das Thema, ja, was könnte man aus diesen ganzen Themen machen? Aus meiner Erfahrung sehe ich auch, dass die immer obsolet sind, obsolete Bauteile, die sehr wertvoll sind, aber trotzdem irgendwo eine Daseinsberechtigung in den Lagern führen. Und in dieser Hinsicht haben wir das Repair-Modul gemeinsam mit der Firma Faktronics entwickelt, wo es wirklich geht, auch einzelne Baukomponenten, also komplette Baugruppen reparieren zu lassen und wieder in den Verkehr zu bringen.
(9:42 - 10:21)
Also wir als ChipsConnect sind in dieser Hinsicht auch die erste Plattform, auf der reparierte, durch Fachunternehmen reparierte Komponenten mit einer Komformitätserklärung angeboten werden können. Also da sind wir auch sehr stolz darauf, einen Beitrag zum Reuse, Reuse, Recycle Ansatz auch beizutragen. Spannend.
Ich musste gerade so denken, wo du es so ausgeführt hast, so Tests sind ja auch ganz typisch bei Brokern. Das war AS6081, ist da ganz offen Stichwort. Und ich sage mal, gerade ist es natürlich auch für diesen Peer-to-Peer-Kontakt super, weil die Unternehmer natürlich auch ihre Regularien, dass sie auch auf der Ebene testen können, finde ich sehr, sehr gut.
(10:21 - 10:39)
Klar, sie könnten es auch selber beauftragen, aber wieso nicht so einen Kanal aufmachen, um diese Transaktion einfacher abzuwickeln. Also das finde ich auch sehr spannend. Und klar, Faktronics kennen auch sehr viele, gerade im Bereich Nachverzinn, wenn Bauteile schon ein gewisses Alter auf dem Buckel haben und so vielleicht nochmal ein zweites Leben sehen.
(10:39 - 10:50)
Und dann natürlich auch sehr gut hier in Richtung Zertifikate zu arbeiten. Klar, hängt dann auch immer ein bisschen von der Branche ab. Was dürfte das Unternehmen einsetzen? Was sind deren Voraussetzungen? Vielleicht nicht in der Luftfahrt, aber vielleicht in anderen Branchen.
(10:51 - 11:20)
Kann so ein recyceltes Bauteil oder wieder aufgewertetes Bauteil besser eingesetzt werden? Ja, absolut richtig. Und nicht nur da in diese Richtung, sondern auch pünktlich zur Produktronik haben wir ein neues Modul gelauncht. Da geht es wirklich darum, Bauteile zu programmieren, also wirklich ein Sub-RB-System zu erstellen, wo von Anfrage, Angebot, Rückverfolgbarkeit, die Bemusterung, Paketverfolgungsnummer, auch die gesamte Auftragsverwaltung den Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.
(11:20 - 11:46)
Wiederum der Ansatz Digitalisierung effizienter und effektiver die Prozesse darzustellen. Das haben wir gemeinsam mit der Firma CPS implementiert und auch jetzt auf der Produktronika vorgestellt. Ja, sehr spannend.
Ich kenne den Pain. Es ist immer nicht so einfach, gerade auch bei obsoleten Teilen, dass man auch die ganzen Daten parat hat und auch diesen Prozess mit den verschiedenen Stellen gut managt. Und da so ein Workflow in dem Tool direkt zu haben, finde ich sehr, sehr spannend.
(11:47 - 12:19)
Absolut. Ja, lass uns einen kleinen Perspektivwechsel machen. Lass uns mal in die Zukunft gucken.
Was ist deine Vision für ClipsConnect? Wo wollt ihr hin? Die Vision ist klar, basiert darauf, dass wir weitere Module für die Elektronikindustrie, von der Elektronikindustrie anbieten wollen. Da geht es sehr stark um das Thema ESG. Da geht es um Themen wie Obsoleszenz, Alternativen, Einkaufsgemeinschaften und weitere Themen, auf die wir uns natürlich in weiterer Folge auch fokussieren werden.
(12:20 - 12:35)
Aber das dann in weiterer Folge nochmal. Da vielleicht gleich eine Rückfrage. Ist es dann eher so ein Zubuchen von den Modulen zu dieser Grundgebühr oder würden die einfach kostenfrei ergänzt werden? Vielleicht so ein kleiner Ausblick auch für die Zuhörer, Zuschauer.
(12:35 - 12:48)
Ja, auf jeden Fall. Die Module sind ja wirklich, die Unternehmen haben die Möglichkeit, sich pro Modul unterschiedliche Funktionen freizuschalten zu lassen. Jedes Modul hat einen gewissen Kostenpunkt, zu dem wir das anbieten.
(12:48 - 13:00)
Ja, aber macht ja auch Sinn, weil dann kann jedes Unternehmen sagen, okay, für mich ist das Modul 1, 3 und 5 relevant. Dann zahle ich auch nur für 1, 3 und 5 und nicht für einen ganzen Blumenkorb, den ich gar nicht brauche. Ganz genau.
(13:02 - 13:18)
Wie gesagt, die Module werden weiterentwickelt. Wir sind auch gerade in dieser Richtung, auch das Thema Partnercockpit, was schon bereits live ist, wo es darum geht, die Unternehmen miteinander zu verbinden. Die OEM mit den unterschiedlichen EMS zu verbinden.
(13:18 - 14:08)
Das Thema LOAs, Projektpreise, Projektanläufe, Redesigns, Allokationen, in dem man das Thema komplett einheitlich abdecken kann und die Unternehmen einmalig die Möglichkeit haben zu sagen, okay, ich habe ein gewisses Netzwerk, mit dem ich zusammenarbeite, aber ich bekomme auch Informationen von anderen EMS- und OEM-Unternehmen und schlussendlich auch die Informationen aus traditionellen Supply Chains, also von den Herstellern, Distributoren und auch Programmen, um da wirklich einen 360-Grad-Blick auf den Markt zu haben und sagen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, um da wirklich nachhaltig zu agieren. Danke für den Impuls, hat mir sehr gut gefallen. Lass uns weitergehen, wenn ich jetzt wieder so einen Blick auf die Elektronikbranche nehme.
(14:08 - 15:04)
Ist es da wichtig, dass man so Communities bildet oder so Netzwerke? Also auch aus der Perspektive, es ist ja doch vielleicht nicht so ein großer Markt. Hey, absolut, Communities, Netzwerke sind sehr, sehr wichtig in der Elektronikbranche. Wir merken es immer wieder auf den Events, auch das Thema Produktronika, wenn wir uns da ansehen, welche Informationen da zum Teil auch von Mitbewerbern untereinander geteilt werden, wie gut es den Unternehmen tut, auch am EMS-Tag beispielsweise in Würzburg, wenn man sich ehrlich miteinander austauscht, natürlich gewisse Informationen, die das eigene Unternehmen betrifft, dann vielleicht irgendwo ausklammern, aber wie gut es den Unternehmen tut, sich da gegenseitig zu unterstützen, auch eine positive Stimmung zu erzeugen, um besser und nicht das Gefühl zu haben, alleine gestellt zu sein.
(15:05 - 15:41)
Ja klar, gerade auch, wenn ich jetzt wieder zurückschaue in Richtung der Herausforderungen, die es auch gegenüber Asien gibt oder anderen Bereichen der Erde, ist es natürlich cool, wenn man weiß, man steht zusammen, man ist nicht alleine und kann vielleicht auch aus einem anderen Unternehmen eine Best Practice übernehmen, die einen dann auch wieder ein Stückchen weiterbringt. Genau, absolut, und das soll auch wirklich so sein, dieser gesamtwerkliche Ansatz von Chips Connect, Kooperation, Kollaboration, durch gemeinsam, durch den Austausch und die Unterstützung, auch gemeinsam erfolgreich zu werden. Kann ich mir gut vorstellen.
(15:42 - 15:58)
Ich habe noch eine kleine Rückfrage. Wir hatten vorhin schon ganz kurz das Thema Recycling. Was ist so deine Einschätzung? Spielt das heute schon eine große Rolle im Einkauf oder ist es noch so vielleicht ein bisschen am Entwickeln? Recycling wurde in der Vergangenheit immer so stiefmütterlich behandelt.
(15:58 - 16:31)
Wenn man sagt, man bekommt die Originalbauteile von Herstellern, von Distributoren und so weiter, da ist noch nicht so dieser Druck, so wie in der Corona-Krise, wo man sagt, man muss Bauteile reparieren, andere Quellen finden und so weiter und so fort. Also das Thema wird noch immer stiefmütterlich behandelt. Da, glaube ich, müssen Anreize geschaffen werden, um das Thema attraktiver für die Unternehmen und auch sichtbarer für die Unternehmen als sekundäre oder primäre Quelle der Materialbeschaffung aus anzusehen.
(16:31 - 16:55)
Vielleicht eine direkte Rückfrage. Wen ziehst du so in der Position vor? Anreize eher staatlicher Natur oder größere OEMs? Hast du da so ein paar Ideen? Die Idee dahinter, die ich hätte, ist wirklich zu sagen, Design to Recycle, Downgrading. Also das, wo du sehr stark unterwegs bist, in der Luftfahrttechnik vielleicht nicht mehr zugelassen werden kann.
(16:55 - 17:23)
Aber wenn man das Bauteil für andere Industrien, für andere Applikationen hernehmen könnte, also dieses Downgrading zu verwenden, dann können durchaus Bauteile, Stecker, Microcontroller und so weiter sehr gut auch wiederverwendet werden. Wir sehen, welche Auswirkungen, wie die Rohstoffsituation, seltene Erden oder andere Rohstoffe, wie angespannt das Ganze ist. Und zum gleichen Zeitpunkt wird nur ein Prozent der seltenen Erden derzeit recycelt.
(17:24 - 17:43)
Also da ist sehr viel Luft nach oben. Aber die Anreize müsste der Staat durch Vorteile, durch Anreize geben, damit die Unternehmen sich genau in diese Richtung auch wirklich bewegen und da eine nachhaltige Lösung für die Zukunft entwickeln. Da kann ich nur so zustimmen.
(17:43 - 17:50)
Da ist auf jeden Fall noch Entwicklungspotenzial an der Stelle. Absolut. Ja, das ist so ein weiterer Teilbereich.
(17:50 - 18:04)
Weiter geht es so ein bisschen deine unternehmerische Laufbahn. Wie hat sich das so angefühlt, dieser Schritt, während man eigentlich noch vollständig angestellt ist, schon gut ausgelastet ist, noch unternehmen zu können? Lass uns da mal so ein bisschen reingehen. Ja, absolut.
(18:04 - 18:10)
Also ich bin seit 20 Jahren im Einkauf. Ich brenne für den Einkauf. Ich finde das absolut interessant.
(18:10 - 18:25)
Das erfüllt mich noch heute. Ja, neben der Vollzeittätigkeit, die ich da auch mache, ich brenne dafür für dieses Thema. Deswegen ist die Zielsetzung oder der Anreiz, etwas selber auch zu schaffen, einen Beitrag zu geben, enorm.
(18:26 - 18:33)
Also das funktioniert noch immer sehr gut. Also funktioniert. Das kommt zu sehr.
(18:38 - 18:54)
Der Reiz, etwas zu erschaffen, ein eigenes Unternehmen, da einen Beitrag wiederzugeben, ist eine enorme Motivation. Das kann ich mir auf jeden Fall sehr, sehr gut vorstellen. Ich muss da auch schon an meiner Zeit zurückblicken.
(18:54 - 19:05)
Es ist nicht immer ganz einfach, aber diese Motivation, gestalterisch aktiv zu werden, was zu kreieren, das ist einfach ein unglaublich tolles Gefühl. Wie du siehst, da können meine Augen leuchten. Ja, klar.
(19:06 - 19:16)
Ich muss sagen, es ist einfach toll, das zu machen. Lass uns da aber auch so weitergehen. Ich hatte auch die Phase, als ich noch angestellt war und parallel schon Unternehmen hatte.
(19:17 - 19:32)
Wie gelingt dir so dieser Spagat zwischen deinem angestellten Job und jetzt dem neuen Unternehmen? Wie kriegst du die zwei Sachen unter einen Hund? Ja, ich brenne für dieses Thema. Deswegen, so wie ich auch in Krieg 100 durchleuchte, sage ich, ich brenne für dieses Thema. Ich möchte etwas bewegen.
(19:32 - 20:03)
Deswegen, es ist nicht immer einfach, sagen wir mal so. Aber die Motivation und dann die einzelnen Schübe nach Gesprächen, so wie auch während der Produktronik oder anderen Gesprächen, wenn man ein positives Feedback dann zurückbekommt, sagt, ja, das ist ein wichtiges Thema, ja, super, endlich greift es jemand an. Das ist so diese Motivationsschübe, die mich weiter motivieren, dieses Thema und die Vision von mir oder beziehungsweise von der ChipsConnect-Seite zu verfolgen, ist auf jeden Fall das Thema.
(20:03 - 20:16)
Nee, kann ich mir vorstellen. Aber auch so diese Herausforderung, da mit mehreren Bällen zu jonglieren, einerseits der angestellten Job, das Unternehmen, die Ehefrau, wer auch Zeit haben, die Kinder. Das ist nicht immer einfach, kann ich mir gut vorstellen.
(20:16 - 20:26)
Auf jeden Fall. Hast du da so ein Rezept, wie du damit umgehst? Nee. Oder Timeboxing oder dergleichen, irgend so was, wo dir dabei hilft? Nee, also wirklich Zeitmanagement.
(20:26 - 20:46)
Das ist das große Thema. Und ja, in allen Bereichen, ob die Ehefrau oder die Familie, die ein gewisses Verständnis haben, ein gewisses Verständnis für meine Tätigkeit haben, für die Vision. Das Unternehmen, wo ich tätig bin, hat auch natürlich ein gewisses Verständnis und auch ein gewisses Interesse, dass da in diese Richtung etwas passiert.
(20:46 - 21:16)
Und bewusste, ja, Zeit, Timeouts zu nehmen, um da wieder Energie zu schöpfen und da weiter dran zu bleiben. Aber ein Rezept genau, kann ich dir leider nicht anbieten. Was ich daraus so unglaublich gut finde, was viele an der Stelle vergessen, man kann in ein, zwei, drei Wochen im Unternehmen beziehungsweise so viel lernen, wie nach fünf Jahren in einem Angestellten-Shop, wo es nicht mehr so eine große Lernkurve gibt.
(21:16 - 22:10)
Und ich glaube, was viele da auch unterschätzen, ist, dass man auch für das Unternehmen, wenn man da noch angestellt ist, durch diese neuen Fertigkeiten, die man dann, sei es Vertrieb, sei es Marketing, auch innerhalb von dem Unternehmen wieder ganz andere Werte schaffen kann, weil man die Perspektive verändert und vielleicht auch mit dem Inhaber des anderen Unternehmens viel besser sich identifizieren kann und besser versteht und so auch weitere Mehrwert kreiert. Absolut. Du hast es gerade angesprochen, Marketing.
Ich weiß niemals, in der Supply Chain, in der Tätigkeit, in der ich im Unternehmen tätig war, ich habe das nie benötigt. Ich musste sehr stark das Thema lernen. Marketing, Vertrieb, welche Kanäle muss ich denn da nutzen, wie muss ich mich denn anpassen? Man lernt extrem viel über sich selber und auch mit sich selber wirklich ehrlich zu sein.
(22:11 - 22:52)
Sagen, okay, das kann ich gut, das muss ich noch lernen. Und das sind so diese Aha-Erlebnisse, die einen persönlicher als auch fachlich wirklich wachsen lassen. Ne, das kann ich mir gut vorstellen.
Aber was ich mir gerade auch so dachte während unseres Gesprächs, du bist auch, ich sage mal, im Einkauf treu geblieben. Mit Chips Connect und so diesen Peer-to-Peer einerseits Handelsmöglichkeiten, aber auch so alles rund ums Bauteil bist du natürlich schon sehr nah an der Elektronik und am Einkauf geblieben. Matcht sehr, sehr gut.
Wenn wir jetzt so auf die Learnings gucken, kannst du so ein, zwei vielleicht festmachen, große Learnings durch so Zurückblickszeitengründungen, die dir so passiert sind. Hast du da so zwei, drei Quintessenzen für uns? Ja, einige. Habe ich sagen.
(22:53 - 23:13)
Dann leg' an noch. Das Zeitmanagement, wie eingangs erwähnt, also man lernt es einfach, gewisse Herausforderungen einfach zu akzeptieren, um da sehr fokussiert heranzugehen. Also das Thema Effizienz und Effektivität ist enorm wichtig.
(23:15 - 23:54)
Gewisse Inputs auch mit offenen, offen genügend Vorschlägen und konstruktiven Vorschlägen, offen zu sein und diese dann richtig auch zu interpretieren und nicht herzugehen und sagen, ich weiß eh, ich habe 20 Jahre Einkaufserfahrung, ich weiß eh alles. Sondern wirklich sagen, okay, gewisse grobe Pläne und den Austausch mit anderen Unternehmen zu suchen, weil je mehr Leute Input liefern, desto besser und zielgerichtet kann man etwas abliefern und eine Lösung auch anzubieten. Das Thema Marketing ist auch ein großes Thema gewesen, was ich sehr, sehr stark habe lernen müssen.
(23:55 - 24:08)
Diese Entwicklungsschübe und wo ich jeden Tag dazulerne. Deswegen macht es auch Spaß. Ja, ich denke auch manchmal, gerade am Anfang ist dieses ganze Feedback, was man bekommt, nicht immer einfach zu verkraften.
(24:08 - 24:56)
Absolut. Aber es bringt dich immer ein Stückchen weiter. Du musst dir immer die Frage stellen, ist die Person, die mir jetzt das Feedback gibt, ist die in der Lage in das Feedback zu gehen? Was meine ich damit? Hat die Erfahrung in dem Bereich und ist es für dich dadurch ein wertvolles Feedback oder hat nur jemand eine Meinung? Das ist ein ganz häufiger Fehler.
Richtig. Da bin ich ganz bei dir. Aber auch immer diese Learnings von Mitbewerbern, von anderen, das ist immer klasse und was mir auch aufgefallen ist, das geht dir bestimmt genauso, Leute, die schon weiter sind als du.
Die freuen sich immer, dich zu unterstützen, dir Anleitungen zu geben, nur die, die nichts von dir verweisen, da kommt vielleicht eher das Negative her. Ja, das ist wieder das Thema konstruktive Kritik. Ich sage mal, man erfährt ja sehr schnell, ob die Person das ehrlich meint und wie da das Feedback auch zu nehmen ist.
(24:57 - 25:27)
Klar, es gibt destruktive, genug destruktive Menschen, die irgendwo versuchen, herunterzuziehen oder zu demotivieren. Das muss man dann irgendwo sich mit dem auseinandersetzen. Aber aufgrund meines Alters und meiner Lebenserfahrung und meiner Berufserfahrung kann ich da, glaube ich, sehr gut dazwischen navigieren und die Motivatoren auch herzunehmen und sagen, okay, konstruktive Kritik auch wirklich in Lösungen umzumünzen.
(25:29 - 26:32)
Das kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen. Ja, wenn wir jetzt auch so nochmal zurückblicken, fällt dir so ein Moment ein, wo du gesagt hast, der ganze Aufwand, den ich hier betreibe, der lohnt sich nicht mehr, ich schmeiß hin. Hattest du so einen Moment? Ja, einige.
Also jeder Startup-Gründer kennt hier diese Darlehrtränen und diese ganzen demotivierenden Sachen. Aber, wie gesagt, indem man auf gewisse Vertrauenspersonen zurückgreifen kann, ob in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis, die Schüler, die motivieren, dabei zu bleiben, haben bis jetzt bei mir immer überwogen. Deswegen, ja, das waren immer so kleine Momente, wo es heißt, ja, ich schmeiß alles hin, macht keinen Sinn und dann kommen aus dem Nichts oder irgendwo zum richtigen Zeitpunkt dann diese Stimmen oder diese Unterstützer, die sagen, geh, mach weiter.
Das ist jedes Mal, ja, ein super Thema, ein Highlight, sagen wir mal so. Kenn ich ähnlich. Ich sag mal auch, was bei Unternehmertum aus meiner Sicht ganz, ganz entscheidend ist, dran zu bleiben.
(26:32 - 27:06)
Also ist ja bei mir jetzt, ich meine, Dominik gehört LeConsulting, wir haben nicht das erste Unternehmen, sondern das dritte. Also ich habe auch schon ein bisschen Lehrgeld bezahlt, aber auch Erfahrungen sammeln dürfen und was sich da immer gezeigt hat, ist dranbleiben, durchbeißen und der unternehmerische Alltag ist nun mal viele Aufs und Abs. Es kann in der gleichen Woche am Anfang der Woche Himmelhochjauchens sein, neue Kunden, neue Aufträge und zwei Tage später wird storniert oder dergleichen und du bist ein Teil der Szenen.
Das gibt es halt nirgends woanders in dem Ausmaß. Das ist immer sehr, sehr bewegend. Richtig, absolut richtig.
(27:06 - 28:54)
Und das ist sowieso die enge Motivation, ist das natürlich ein großes Thema, dran zu bleiben. Man lernt das, auch aus Fehlern lernt man das. Das vergessen die meisten Leute und sagen, wir müssen auch sagen wir mal so, bereit sein, auch gewisse Risiken einzugehen.
Sagen wieder diese, ja, man will etwas erreichen, man plant natürlich, aber das Scheitern schließt, ja, basiert ja darauf, dass man dann wieder eine weitere Stufe in Richtung dieser Entwicklung und in Richtung des Ziels auch sich bewegen kann. Also gehört auch absolut dazu. Kann ich nur bestätigen.
Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Ja, es ist ganz oft eine Frage des Mindsets. Ja.
Wie sehe ich Probleme? Ich streiche zum Beispiel das Wort Problem aus meinem Wortschatz und nenne es Herausforderung. Ja. Jedes Problem ist eine Herausforderung, an der ich wachsen kann.
Das ist ein Aspekt und was ich auch noch zu den Zuhörern mitgeben möchte, ist der Impuls. Was entscheidend ist, wirklich auch im Unternehmertum, aber auch wenn ich mit Immobilien oder was auch immer anfange, ist, ich habe einen Gedanken. Den Gedanken spreche ich aus und dann muss ich meinen Worten Taten folgen lassen.
Weil da scheitern ganz viele, die besuchen ganz viele Kurse, Workshops, nicht nur unternehmerisch und tun sich ganz viel Wissen anreichern. Aber es muss ein Doing kommen und das gilt so für das Unternehmen gründen, aber auch für das Umsetzen, was vorankommt. Man muss Initiative zeigen und iterativ arbeiten.
Dass man immer wieder was probiert, der Podcast ist auch aus einer Idee entstanden, die ausprobiert wird. Richtig. Und so muss man immer weitermachen.
Absolut richtig. Du hast vollkommen recht. Es gibt ja die Problemdenker und die Lösungsdenker und ich sage immer, ein Problem oder eine Herausforderung kann man immer auf zwei Arten nehmen.
(28:54 - 29:19)
Wenn man sagt, es gibt eine Herausforderung und in dem Moment denkt man schon in den Lösungsansatz und versucht da das Problem zu lösen. Und wenn man draufkommt, das Problem ist derzeit nicht lösbar, dann muss man, das ist auch eine Lösung. Und so muss man sich durchs Leben bewegen und die Motivation muss immer sein, welche Lösung kann ich da herbeiführen und nicht, welches Problem mache ich, aus welchem Problem nochmal zu einem größeren Problem.
(29:19 - 29:34)
Da gebe ich dir absolut recht und du hast so einen Tipp von mir, in solchen Fällen, manchmal muss man auch von dem Abstand gewinnen, sich Ruhe gönnen und dann kommt plötzlich aus dem Nichts die Lösung für das scheinbar unlösbare Problem. Genau, genau. Das ist ja genau das.
(29:34 - 30:15)
Deswegen auch diese bewussten Auszeiten nehmen, sich wieder zu fokussieren, auch andere Themen zu widmen, Familie, klar, absolut, ein Energiepol für mich und ein absoluter Ruhepol. Bewusste Auszeiten nehmen, um einfach da gewiss einen Abstand zu nehmen und sich auch die Ruhe zu geben, auch über andere Ansätze und andere Herangehensweisen nachzudenken. Und dann kommen meistens an den ungewöhnlichsten Orten zu ungewöhnlichsten Zeiten kommende Lösungsideen über Themen, die man vorher, über die man vorher Tage gegrübelt hat, also vollkommen richtig.
(30:15 - 31:04)
Ich kenne das Gefühl, ja. Ich kann einen Einblick bei mir geben. Ich stehe ganz oft unter der Dusche, das ist eine Zeit, wo ich unglaublich produktiv bin und dann geht es nach der Dusche schnell raus und an den Laptop, um ein paar Ideen aufzuschreiben, dass sie halt dann auch da bleiben und nicht gleich wieder verschwinden.
Absolut richtig. Ja, das ist auch, ob unter der Dusche, während dem Sport, wirklich so diese gleichbewegenden auf dem Crosstrainer beispielsweise, auch so ein Thema, wo der Körper zu einem gewissen Gleichklang kommt. Ein Flow-Zustand.
Genau, diesen Floating-Zustand, wo man sagt, ja, das Kind kann da super arbeiten und man kann in dem zu dem Zeitpunkt nichts anderes machen, als sich wirklich nur auf das zu konzentrieren und dann kommen die besten Ideen. Also zumindest bei mir ist das ein super Thema, ja. Ich kann mich mir gut vorstellen, ja, du hast gerade so die Familie thematisiert.
(31:04 - 31:20)
Wie hat denn die Familie reagiert? Hast du gesagt, du machst dich jetzt selbstständig? Bist du auch schon ein bisschen im Geschäft? Bist du auch schon ein bisschen gesettelt? Wie haben die reagiert? Ja, natürlich super, ne. Der Papa hat schon wieder eine neue Idee. Er war so in diese Richtung.
(31:20 - 31:35)
Ne, meine Familie kennt mich absolut gut. Also wie gesagt, die Familie ist der absolute Kern meines Lebens und da dreht sich im Endeffekt alles um die Familie. Und alles andere drumherum wird gebaut und entsprechend angepasst.
(31:36 - 31:51)
Also die erste Reaktion war Papa, Papa, ja wirklich jetzt schon wieder so Ideen und so weiter und so fort. Aber dann im nächsten Moment war das Verständnis schon da. Also von meiner Ehefrau oder von meinen beiden Kindern.
(31:51 - 31:55)
Die Unterstützung immer da. Also die verstehen das. Die wissen, worum es geht.
(31:56 - 32:19)
Die fragen auch immer wieder, okay, wie weit was ist da jetzt? Wie weit bist du da? Oder welche Themen bist du gerade am bearbeiten? Und es kommen auch sehr gute Feedbacks, auch speziell Marketingthemen. Meine Frau hat ein sehr gutes Auge für gewisse Themen und die unterstützt mich auch da in dieser Hinsicht. Also ein sehr guter Unterstützer und auch Austauschmöglichkeiten natürlich vor allem vorhanden.
(32:20 - 32:29)
Absolut. Ne, ich kenne die Herausforderungen auch. Meine Frau hat bei meiner, wo ich in die Vollzeitselbstständigkeit gegangen bin, auch, ich sag mal, auch nicht so positiv reagiert.
(32:29 - 32:59)
Dann sie ist einfach ein sicherheitsorientierter Mensch. Das bin ich auch, aber ich bin halt risikofreudiger. Da war so ein kleiner Konflikt, aber es hat sich dann eigentlich schnell gelegt und sie unterstützt mich da ähnlich, wie es bei dir ist.
Auch wenn sie manchmal nicht so das Verständnis hat, aber sie lässt mich dann machen. Ich glaube, das ist auch wichtig. Ich glaube auch, wenn man so reinschaut, man kann sich zum Unternehmer arbeiten, ja, aber so es ist schwierig, wenn du nicht so eine Grundtendenz hast und das nicht schon irgendwo in dir steckt.
(33:00 - 33:05)
Also bei mir ging zum Beispiel das ganze los. Ich habe schon als Kind Äpfel verkauft. Nach der Ernte.
(33:06 - 33:41)
Und bei mir ging es dann so weiter. Ich war dann damals Student und dann kam irgendwie bei mir aus dem Nichts der Impuls, ich könnte doch mal bei so einer Zollauktion vom Staat Modellautos kaufen. Und so ist dann das Ganze ins Rollen gekommen und so kam auch mein erstes Unternehmen, mein Ebay-Shop, wo ich dann mit Modellautos unter anderem gehandelt habe.
Und ich glaube, dass das ein Impuls oder was ist, das tief in einem drinsteckt, dem man da nur Raum geben muss. Ich weiß nicht, ob das bei dir ähnlich ist, ob du da auch schon zu früh solche Tendenzen hattest, was Unternehmerisches zu machen. Ja klar, ein großer Teil meiner Familie ist auch selbstständig tätig, auch aus der Vergangenheit.
(33:42 - 34:01)
Also dieses Eigeninitiative, Leistungsgesellschaft usw. war schon sehr tief verwurzelt. Aber natürlich dieses Sicherheitsdenken, also man geht in diese Richtung, soll ich das wirklich machen? Also allgemein unsere Gesellschaft ist da sehr in gewissen Themen sehr limitiert.
(34:01 - 34:18)
Ja, du musst zuerst das und jenes und das erreicht haben, damit du in das Unternehmertum gehen kannst. Ja, ich habe da sehr viele Gespräche auch gehabt, die da in die Richtung gezielt haben, wo ich gesagt habe, ja, let's do it. Ich mache es einfach.
(34:19 - 36:28)
Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man dann noch weiter Pläne macht, wo man dann einfach umsetzt und gucken muss, was wird. Sehr viele Ideen sind an der Überplanung gescheitert, wo man gesagt hat, das muss ich noch erreichen, das muss ich noch erreichen und dies und jenes usw. Sehr viele gute Ideen sind auch mit dieser Überplanung gescheitert.
Deswegen gewisse Grundstruktur schaffen und einfach sagen, let's go, let's do it. Die richtigen Leute, auch die Unterstützer, so wie du auch gesagt hast, die auch dabei zu haben und auch sehr, sehr wichtig, auch gute Sparing-Partner, die einem wirklich ehrlich sagen, ja, das geht nicht gut, das ist keine schlechte Idee und das ist eine gute Idee. Ich vergleiche das jedes Mal bei diesen Song-Contests und was auch immer, diesen Auftritten von gewissen Sängern, wo die Familie oder die Freunde einem nicht gesagt haben, lieber Freund, du kannst nicht singen, lass es sein und dann kommen sie vor diese, also deswegen sage ich, Sparing-Partner, offene, ehrliche Unterstützer und ja, konstruktive Kritikgeber sind sehr, sehr, sehr wichtig.
Ja, wenn du jetzt so vergleichst, die 20 Jahre Einkauf, gibt es so Eigenschaften, Fähigkeiten, die heute als Kunde besonders helfen? Ja, diese Hartnäckigkeit, also Einkauf ist immer das große Thema, auch speziell das strategische Einkaufen oder in der Supply Chain, da lernt man ja, mehrere Sachen oder auch komplexe Themen, an denen dran zu bleiben und auch diese umzusetzen. Und das ist so ein Thema, wo ich sage, aufgrund der Erfahrung verfehlt man da nicht so stark in einem gewissen Stresszustand, sondern weiß, okay, lösungsorientiert arbeiten an das Thema wirklich konstruktiv und ja, strategisch heranzutreten und auch wirklich dran zu bleiben und sagen, ich bleib dran, weil das ist Schritt Nummer 1, 2, 3, 5 und das ist die Zielsetzung, die ich erreichen möchte und ja, dieses Selbstbewusstsein auch zu haben, zu sagen, ja, ich erreich das auch. Das sind so Themen, die in Einkauf auch sehr gut zu erreichen sind.
(36:28 - 36:41)
Ich fand jetzt, um das zu hören, fast einerseits das Strukturierte, dann auch dieses Selbstbewusstsein auftreten. Genau. Und da auch dann wirklich, wie man seine Position vertreten zu können und diese Hartnäckigkeit vor allem.
(36:42 - 36:44)
Richtig. Absolut richtig. Also wirklich dranbleiben.
(36:44 - 37:03)
Das ist wirklich so, ja, das ist für Unternehmer schon genau so. Ja, sehr absolut. Ja, wenn du jetzt so nochmal zurückguckst, gab es so einen großen Fehler, der dir auf der Reise bei Chips Connect passiert ist? Sagst du, das hätte ich vielleicht im Nachgang wirklich anders gemacht? Ein großer Fehler würde ich jetzt nicht sagen.
(37:04 - 37:23)
Vielleicht von der Geschwindigkeit her, aber von gewissen Herangehenswesen absolut. Da sind einige Fehler passiert, aber wirklich große Fehler auf keinen Fall. Da sind wir sehr, sehr, sehr gut unterwegs und auch sehr stolz darauf, also die nächsten Schritte, die nächsten Monate, die nächsten Wochen, Jahre, wirklich in die Richtung uns zu bewegen, ja.
(37:24 - 37:45)
Wenn ich so zurückblick, auf mein zweites Unternehmen, die GbR im Bereich 3D-Druck, was da so ein Learning von mir war, wir haben ein sehr, sehr gutes Produkt entwickelt, hat ein bisschen auch mit Instagram in Richtung Vertrieb geholfen, aber wir haben da zu wenig gemacht. Wir hatten ein fertiges Produkt und dann nur sehr, sehr wenige Kunden. Das ist so eins meiner Learnings aus dieser zweiten Firma.
(37:45 - 41:10)
Ich hätte am Anfang schon direkt auf Vertrieb gesetzt, um die Story zu erzählen, schon Kunden zu haben, bevor wir das Produkt fertig haben, um so einfach eine größere Kundenbase zu starten. Absolut. Das Thema Vertrieb habe ich neu lernen müssen.
Ich bin kein Vertrieb, ich bin Einkauf und das ist so ein Ding, das braucht man manchmal gar nicht, wenn man dich so trifft. Danke. Also ich habe sehr viel in dieses Thema mich bewegen müssen, weil ich sage, ich bin Einkäufer, ich denke in anderen Relationen noch vielleicht aus einer anderen Richtung, was auch gut ist, aber natürlich das Thema, dieses Storytelling, das Pitchen, das sagen, okay, die Idee muss jetzt innerhalb von 10 Sekunden, 20 Sekunden, eine halbe Minute, eine Minute, kann das Gegenüber rübergebracht werden, weil sonst hört man die irgendwann einmal auf, zuzuhören und da wirklich fokussiert und zielgerichtet auch auf die Menschen einzugehen, das aus Vertriebssicht war ein großes Lernen.
Gibt es da noch andere Fähigkeiten, wenn wir zum Vergleich angestellt sind, Job im Mittelstand, im Konzern, was ist jetzt, die du lernen musstest? Das große Thema ist Marketing, Vertrieb, allgemein diese Ecke, das war immer so ein blinder Fleck, auch in meiner vorherigen Tätigkeiten, die ich hatte, Selbstführung war immer ein großes Thema bei mir, das hatte ich auch vorher durch die Mitarbeiterführung, durch die unterschiedlichen Positionen, und die Eigenmotivation, auch wirklich sagen, sich selber zu kennen und auch selber so reflektiert zu sein, dass man sagt, okay, das kann ich, das müsste ich lernen und das sollte ich nicht lernen, das sollte ich lieber nicht angreifen, das sollen lieber die Spezialisten machen, das waren so diese wichtigsten Erkenntnisse, die man sich ehrlich selber beantworten muss. Ja, was würdest du heute jemandem mitgeben, der jetzt als jemand jung ist, zum Beispiel sagt, er will jetzt eine Einkaufkarriere machen, sich da entwickeln, vielleicht auch mehrere Stationen durchlaufen, was würdest du ihm mitgeben? Offen zu sein, interessiert zu sein, ich finde es immer schade, wenn man sich als Jugendlicher limitiert, das Interesse an Technik, an der kaufmännischen Tätigkeit, Recht und all diese Themen sagen, der Einkauf ist sehr facettenreich, einfach dieses Interesse zu zeigen und dann sagen, okay, in welche Richtung kann ich mich dann entwickeln, welche Industrie, welche Tätigkeit, was möchte ich im Endeffekt werden und dieses Ziel, sich auch wirklich bewusst zu setzen und sagen, okay, das sind meine Stärken, die kann ich ausbauen, das sind meine Schwächen, die muss ich dann entsprechend auch für diese Tätigkeit auch vielleicht verbessern und dann wirklich mit sich selber in einem gewissen Stufenplan sich zu stellen und dran zu bleiben. Und ja, das ist die Grundvoraussetzung, aber in jedem, nicht nur im Einkauf, sondern auch... Vielleicht auch eine Rückfrage, was sollte man wissen oder wie sollte man sich da entwickeln, als jemand jüngeres, der jetzt vielleicht einen operativen Einkauf reinschaut, einen strategischen Einkauf, was sind da so Unterschiede, was sollte man zu den Themen wissen? Ja klar, eben ein operativer Einkauf, da gibt es unterschiedliche Facetten, operativer Einkauf, technischer Einkauf, strategischer Einkauf und dann in Richtung Supply Chain enorme Unterschiede auch je nach Industrie und so weiter.
(41:11 - 42:41)
Als operativer Einkäufer, klar, ist die 3 Rs und dann gibt es 7 Rs, strategischer Einkauf und so weiter, ist alles in Ordnung, aber operativ, klar, gibt es richtige Menge, richtige Collected zum richtigen Zeitpunkt. Einfach dieses wichtige Thema. Kommt das, was ich bestellt habe, ist es das, was wir überhaupt verbauen dürfen? Genau, aber strategischer Einkauf, da muss man wirklich über den Tellerrand blicken, auch Sachen antizipieren, sich mit Technologien auseinandersetzen, Digitalisierung ist das große Thema, wie kriege ich meine Informationen so gebündelt und analysiert, damit ich dann annehmen kann, was vielleicht in einem halben Jahr, in einem Jahr wichtig sein wird.
Also da ist sehr stark das Thema Agieren, kommt wieder in den Vordergrund, um da einfach langfristige Themen auch abzubilden, Technologien, gewisser Ausblick auch Technologie, sehr interessiert zu sein und über den eigenen Tellerrand und einfach Innovisbegierig zu sein, das ist das große Thema. Ja, du hast schon ganz kurz angeschnitten, du hattest auch Verantwortung von Mitarbeitern. Was ist essentiell, sich so von den normalen Strategen, operativen Einkäufer hin zu vielleicht dem Einkaufsleiter oder einer Führungskraft in dem Bereich zu entwickeln? Ja, das kommt dann mit der Zeit, also man sagt, gewisse fachliche Grundvoraussetzungen, aber natürlich persönliche Voraussetzungen.
(42:41 - 43:04)
Mitarbeiterführung ist für mich eines der schwierigsten Themen, die heutzutage abzudecken sind. Wir haben unterschiedliche Generationen, unterschiedliche Situationen, wie jetzt die Allokationszeit, die, ich glaube, gesellschaftlich sehr tiefe Spuren hinterlassen hat. Also da muss man sich sehr stark auf unterschiedliche Charaktere einlassen.
(43:04 - 43:34)
Funktioniert nur, wenn man selbst mit sich selber im Reinen ist. Man muss irgendwann mal so herantreten und sagen, was würde ich mir wünschen, wie soll derjenige, meine Frage ist jetzt da, mit mir umgehen, so muss ich mit den Mitarbeitern umgehen, um diese einfach weiterzuentwickeln, zu motivieren, in gewissen Themen auch zu teilen, aber das sind so Themen, also wirklich eines der schwierigsten Themen ist Mitarbeiterführung. Zielgerichtete Mitarbeiterführung.
(43:35 - 43:58)
Und auch dieses Fingerspitzengefühl zu entwickeln, wie muss ich mit unterschiedlichen vielleicht auch Charakteren umgehen. Es gibt ja auch das Diskmodell, was da viele kennen. Klar, es gibt jetzt nicht, dass jeder immer nur in eine Kategorie fällt, aber vielleicht, dass man da so ein bisschen auch das Know-how hat und dann auch sagen kann, okay, der ist vielleicht jetzt eher zahlengetrieben, der ist jetzt eher vielleicht, dem ist die Verantwortung wichtig, dass es schnell geht, schnelle Entscheidungen getroffen werden.
(43:58 - 44:07)
Oder der andere ist mehr so, der braucht sein Team, ist der volle Teamplayer. Ganz genau. Und das ist für mich die größte Herausforderung gewesen.
(44:08 - 44:55)
Fachliches Thema, Einkauf, Beschaffung, strategisch, Projekt, technischer Einkauf und so weiter, das sind so Themen, die man lernt und die lernt man für sich. Und dann kommt das Thema an unterschiedliche Charaktere. Der Zeitaufwand, den man in diese Mitarbeiterführung bewusst reinstecken muss, damit am Ende des Tages das Ergebnis auch vorliegt, ist enorm.
Also das sollte jeder mit sich selber dann beantworten und sagen, bin ich der Typ für, damit ich andere führen kann, muss man auch sich selber führen können. Und das ist so die größte Schwierigkeit, die jeder für sich dann wirklich beantworten muss. Nur wenn man ein guter operativer oder strategischer Einkäufer ist, heißt das ja nicht, dass man eine gute Führungskraft wird.
(44:55 - 45:25)
Das habe ich leider, die Erfahrung habe ich leider Gottes sehr vielfach schon machen müssen, dass gute Fachleute, Experten, nicht immer die besten Anführer sind. Ja, da gebe ich dir auch recht, dass ich da auch immer Unternehmen an der Stelle mitgebe, ermöglicht es Fachleuten, auch Karriere zu machen. Dass die nicht nur Karriere machen über Mitarbeiterverantwortung, weil wenn der nicht der Typ ist für Mitarbeiterführung, dann geht das schief, ermöglicht denen auch fachlich aufzusteigen, dass sie Experten werden und auch da sich entwickeln können.
(45:25 - 45:52)
Absolut. Das ist auch wirklich deswegen auch sehr, sehr wichtig, auch mit Mitarbeitern dieses offene Gespräch zu führen und zu sagen, für dich ist eher eine Fachkarriere oder eine Führungskarriere relevant. Aber wie gesagt, es muss dann jeder für sich sehr, sehr zeitintensiv selber im Reinen zu sein, sich selber führen zu können, um andere auch wiederzufühlen, zu motivieren und auch wirklich zielgerichtet auf die jeweiligen Bedürfnisse einzugehen.
(45:52 - 46:35)
Also sehr, sehr wichtiges Thema. Ne, bin nicht ganz bei dir und auch diese Selbstführung ist essentiell im Unternehmertum, weil es gibt da halt nicht deinen Chef, der dir in den Arsch tritt, sondern du musst dir selber in den Arsch treten und es ist wirklich da essentiell. Lass uns vielleicht so zum Ende noch zum Appell an die jungen Gründer oder auch generell die Gründer richten.
Die Lage in Deutschland und in Österreich ist nicht immer einfach mit der ganzen Bürokratie und Co. Aber was würdest du so jemandem, der etwas gründen will, mitgeben? Fragen, Fragen, Fragen, Fragen. Gerne auch mich, wenn jemand immer aus Erfahrungen, aus Fehlern und aus Erfolgen von anderen auch versuchen zu lernen.
(46:37 - 47:39)
Nicht zu sehr zu stolz zu sein, um nachzufragen, um nachzuforschen, sich mit anderen auszutauschen, weil über dies kann man vielleicht eigene Fehler vermeiden und so wirklich dann zum Erfolg kommen. Ne, gebe ich dir auch recht, dass ich da auch immer mitgebe. Es gibt ganz viele Unternehmer-Stammtische, wo man einfach mal vorbeischauen kann.
Ich mache auch einen Unternehmer- Mastermind, aber es gibt da auch viel, viel mehr. Was ist das Schöne an so Stammtischen? Man kommt mal mit Unternehmern zusammen aus unterschiedlichen Branchen, vielleicht IT, vielleicht Versicherungskaufmann, was auch immer und kriegt diese unterschiedlichen Perspektiven, aber vor allem man kriegt Einblicke und auch so Best Practices, Lessons learned, die die einfach in ihrer Zeit hatten und dieses Netzwerken hilft auch da, vielleicht auch mal aus der Einkaufsbranche, aus der eigenen Branche herauszugehen, einfach dann mal andere Perspektiven zu hören, um so auch wieder wachsen zu können oder vielleicht einen Fehler zu machen, aber nicht ganz so tief in die Grube fallen zu müssen, sondern nur so Knie hoch, dass man einfach wieder aufstehen kann und weitermachen kann. Ganz genau, also wirklich der Ostershow ist das Um und Auf.
(47:40 - 48:45)
In Österreich haben wir sehr gute auch Gründer-Unterstützungs- Netzwerke, die da unterstützen können, wo der Austausch im Vordergrund steht, also wirklich Fragen, Fragen, Fragen und den Mut zu haben, auch etwas Neues anzugehen, ohne die allzu große Angst zu haben, dass man mit innovativen Themen auch unbedingt scheitern muss. Es kann auch zum Erfolg führen, wenn man gewisse Konstellationen verfolgt. Da bin ich voll und ganz bei dir.
Was da mir immer hilft als Frage, wenn man ein neues Geschäft sieht, eine neue Idee umsetzen will, stelle ich mir immer die Frage, was kann im schlimmsten Fall passieren? Und dann komme ich meistens zu der Antwort, gut, damals hatte ich noch keine Ehefrau, wo ich gestartet bin, jetzt habe ich eine. Damals habe ich gesagt, keine Ehefrau, kein Haus, keine Kinder, was soll da schon groß passieren? Das ist bei dir vielleicht ein bisschen anders, aber ich sage mal, wir leben in Ländern Deutschland und Österreich, welche
